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Quelle:

Bundesfinanzhof
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 15.03.2018
Aktenzeichen: VI R 8/16

Vorinstanz:

FG Münster
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 14.08.2015
Aktenzeichen: 14 K 3290/13 E

Schlagzeile:

Verbilligte Überlassung von GmbH-Anteilen als Arbeitslohn

Schlagworte:

Anteilsbewertung, Arbeitslohn, gemeiner Wert, GmbH-Anteil, Gutachten, Lohnsteuer, Sachverständigengutachten, Sachverständiger, Stuttgarter Verfahren, Verbilligte Überlassung, Wertermittlung

Wichtig für:

Steuerberater

Kurzkommentar:

1. Der verbilligte Erwerb einer GmbH-Beteiligung durch einen leitenden Arbeitnehmer des Arbeitgebers kann auch dann zu Arbeitslohn führen, wenn nicht der Arbeitgeber selbst, sondern ein Gesellschafter des Arbeitgebers die Beteiligung veräußert.

2. Veräußert der Arbeitgeber oder eine diesem nahestehende Person eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft an einen Arbeitnehmer und umgekehrt, handelte es sich in der Regel nicht um eine Veräußerung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr, da ein Einfluss des Arbeitsverhältnisses auf die Verkaufsmodalitäten jedenfalls nahe liegt. Eine Ableitung des gemeinen Werts aus Verkäufen kommt in diesem Fall regelmäßig nicht in Betracht.

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3. Ist der gemeine Wert einer Beteiligung unter Berücksichtigung des Vermögens und der Ertragsaussichten zu schätzen, ohne dass das Stuttgarter Verfahren in Betracht kommt, hat das Finanzgericht regelmäßig ein Sachverständigengutachten zur Wertermittlung einzuholen, wenn der Steuerpflichtige die Anteilsbewertung durch das Finanzamt substantiiert bestreitet und es nicht ausnahmsweise selbst über die erforderliche Sachkunde verfügt.

EStG § 8 Abs. 1, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 19a Abs. 3 Nr. 8, § 19a Abs. 3a Satz 3, § 19a Abs. 8 Sätze 1 und 8
BewG § 11 Abs. 2 Sätze 1 und 2, § 9 Abs. 2 Satz 1

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