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Quelle:

Bundesfinanzhof
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 06.06.2018
Aktenzeichen: VI R 32/16

Vorinstanz:

FG Baden-Württemberg
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 08.04.2016
Aktenzeichen: 10 K 2128/14

Schlagzeile:

Berechnung der 44 EUR-Freigrenze bei Sachbezügen

Schlagworte:

Arbeitslohn, Endpreis, Freigrenze, geldwerte Vorteil, Onlinehandel, Sachbezug, Sachbezugsfreigrenze, Üblicher Endpreis, Versand, Versandhandel

Wichtig für:

Arbeitgeber, Arbeitnehmer

Kurzkommentar:

1. Üblicher Endpreis i.S. von § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG ist der Endverbraucherpreis und damit der im allgemeinen Geschäftsverkehr von Letztverbrauchern für identische bzw. gleichartige Waren tatsächlich gezahlte günstigste Einzelhandelspreis am Markt (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung).

2. Liefert der Arbeitgeber die Ware in die Wohnung des Arbeitnehmers, liegt eine zusätzliche Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer vor. Der Vorteil hieraus ist in die Berechnung der Freigrenze von 44 € einzubeziehen.

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3. Entsprechendes gilt, wenn der günstigste Einzelhandelspreis des Sachbezugs am Markt im Versand- oder Onlinehandel gefunden wird. Ist der Versand dort als eigenständige Leistung ausgewiesen und nicht bereits im Einzelhandelsverkaufspreis und damit im Endpreis i.S. von § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG enthalten, tritt der geldwerte Vorteil aus der Lieferung "nach Hause" bei der Berechnung der Freigrenze von 44 € zum Warenwert hinzu.

EStG § 8 Abs. 2, Abs. 3, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 38 Abs. 1 Sätze 1 und 3, Abs. 3 Satz 1, § 38a, § 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2

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